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  • Veronika Conen

Marleen und Fagri - das Interview


Marleen und Fagri - Paten unserer neuen Abschwitzdecke

Marleen Stühler und Fagri-Blakkur frá Neðra-Ási sind die Paten unserer neuesten Deckenkollektion. Der tiefschwarze Sohn des Svaði frá Hólum imponiert mit seinem grandiosen Tölt und bezaubert mit seinem sanften Wesen. Wir haben unsere Sportsfreundin Marleen gefragt, wie alles kam und was ihr der talentierte Rappe bedeutet.


Wie hast Du Fagri gefunden?


2016 war ich in Island beim Laufskálarétt und hatte eigentlich gar nicht vor, ein Pferd zu kaufen. Wenn überhaupt, nur ganz spontan. Auf dem Abtrieb stach mir sofort ein Fuchs mit elfenhaftem Schwanenhals ins Auge. Später sah ich ihn laufen, und es war astreiner Schweinepass. Ich war erstmal ernüchtert.


Der isländische Züchter meinte dann, er hätte noch einen schönen Rappen. Ich war aber so fixiert auf den Schwanenhals, dass ich dankend ablehnte. Eigentlich wollte ich ja eh kein Pferd kaufen. Der gute Mann hat den Rappen dann trotzdem aus der Herde hergetrieben, und der schoß im Rennpass an uns vorbei. „Ja Mensch, der Rappe, der ist ja schick!“ staunte ich nicht schlecht.


Erster Kontakt in Island

Kurz darauf ist Fagri dann in der winzigen Longierhalle so fluffig um uns herum getöltet, er war so sympathisch, wild und elektrisch, ganz frisch aus dem Hochland, dass ich ihn sofort haben wollte. Es war ein abenteuerlicher Kauf, der Züchter sprach weder Deutsch noch Englisch, ich kein Isländisch. Wir haben ganz schnell eine Anzahlung gebracht, dass uns niemand anders mehr Fagri wegschnappen kann. 3 – 4 Wochen später war er schon bei mir. Er war noch roh und pupseinfach zum Einreiten.


Im Nachhinein habe ich auf den Hunderten Fotos gesehen, dass Fagri immer drauf war. Er hat sich anscheinend ständig reingemogelt in die Bilder, als hätte er schon auf mich gewartet. Ich habe ein paar Stunden länger gebraucht als er zum Wählen. Ich war eben schließlich vom Schwanenhals geblendet.


Fagri wußte schon, dass er zu Marleen will

Was bedeutet Fagri für Dich?


Fagri ist mein Ruhepol. Er war immer schon so unfaßbar höflich, vernünftig und erwachsen. Was auch kommt, er ist die Ruhe selbst und erdet mich dadurch. Manchmal blitzt ein Schelm durch seine ruhige Aura durch. Und ich kann ihm immer nur sagen, wie schön er ist.


Wenn ich mal nicht so gut drauf bin oder müde, dann schnapp ich mir den Fagri und genieße es, ihn nur durchzuputzen und noch schöner zu machen als er eh schon ist. Dann geht’s mir gleich wieder besser. Mit ihm kann ich einfach nur rumeumeln. Dabei läuft er vielleicht nicht so cool, macht aber trotzdem Spaß.


Fagri ist Spaß pur - nicht nur im schicken Tölt

Fagri ist für mich gar nicht zwingend nur der Sport und Beruf, sondern er ist auch mein Hobby. Auch wenn er ein ganz tolles Pferd ist mit einer Wahnsinns Gangqualität. Wenn ich den reite, dann fühlt er sich an wie mein liebstes Hobby.


Liebster Blick der Welt

Was ist der Unterschied zu Helgi?


Helgi ist viel mehr Beruf, weil er als Hengst Stuten haben soll und sich bewähren und beweisen muss. Der Fagri muß niemanden überzeugen, nur mich und das tut er eh schon, indem er mich süß ankuckt.


Welche Ziele hast Du mit Fagri?


Aus sportlicher Sicht ist ein Ziel, die LK1 zu erreichen. Die hat er noch nicht, aber ich glaube an ihn. Reiterlich will ich immer so gut harmonieren mit ihm und ich wünsche mir, dass wir uns weiter so lieb haben. Und noch besser gemeinsam werden. Das „Problem“ ist, ich bin so zufrieden mit ihm, so dankbar, dass ich ehrlich gesagt kaum Ziele habe. Das steht uns vielleicht im Wege für einen schnelleren Erfolg. Wäre er ein Berittpferd, wäre er sicher schon weiter. Natürlich will ich mit Fagri gerne toll im Sport sein – heute hab ich Zirkustricks mit ihm geübt, er kann jetzt scharren auf Kommando!! Fagri bringt einfach das Wendygirl in mir heraus.



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